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Der Nationale Krebsplan der Bundesregierung

Am 16.Juni 2008 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren den Nationalen Krebsplan initiiert. Wozu brauchen wir einen Nationalen Krebsplan?
Nach wie vor erkranken pro Jahr mehr als 436.000 Menschen an Krebs und über 210.000 Menschen sterben daran. Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.
Dank enormer Fortschritte bei Früherkennung, Diagnostik und Therapie haben sich mittlerweile die Überlebenschancen und damit einhergehend die Lebensqualität krebskranker Menschen in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Dennoch stehen wir in diesen Bereichen vor stark zunehmenden Herausforderungen.
Dazu sind zukünftig die bessere Abstimmung der Aktivitäten aller an der Krebsbekämpfung Beteiligten notwendig und ein zielorientiertes Vorgehen im Rahmen einer übergeordneten Gesamtplanung erforderlich.

Was ist nun Inhalt und Ziel dieses Plans?

  • Handlungsfeld 1: Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung
  • Handlungsfeld 2: Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung
  • Handlungsfeld 3: Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung Handlungsfeld 4: Stärkung der Patientenorientierung/Patienteninformation.


Beispielhaft ist hier zum Handlungsfeld 2 zur Verdeutlichung der bereits umgesetzten Maßnahmen unter Anderem auch die Errichtung von zertifizierten Darmkrebszentren zur Behandlung des kolorektalen Krebses zu nennen.
Für diese oben aufgeführten, genau definierten vier zentralen Handlungsfelder sind zahlreiche Ziele und Teilziele zur Weiterentwicklung der Versorgung von Krebspatienten und –patientinnen und deren Angehörigen formuliert worden. Die hieraus resultierenden, erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele und Teilziele sollen nach Plan Schritt für Schritt umgesetzt werden. Deutschland setzt hiermit unter Anderem auch entsprechende Empfehlungen der Europäischen Union (EU) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um.

April 2011, WWD
Quelle: http://www.bmg.bund.de/glossarbegriffe/nationaler-krebsplan.html